Handgefertigte Kachelverkleidungen - jede ein Unikat

Zur Beurteilung der Kachelverkleidungen sollte man vorher über die einzelnen Funktionen informiert sein:
  • Ästhetische Funktion:
    Form und Farbe der Verkleidung verbergen den stählernen oder gusseisernen Heizeinsatz.
  • Heiztechnische Funktion:
    Dank ihrer halbfeuerfesten Eigenschaften ist Keramik hitzebeständig und gibt die gespeicherte Wärme mild und gleichmäßig an den Raum ab.
Es ist einleuchtend, dass die Wärmeabgabe mit der Größe der Keramikfläche steigt. Daher empfiehlt es sich auch, die Verkleidungen aus wenigen, großflächigen Teilen zusammenzusetzen. Die Herstellung großflächiger Keramikteile setzt eine Kenntniss in Material und Technik voraus, die nur in jahrelanger Erfahrung gesammelt werden können. Die Herstellung eines jeden einzelnen Keramikteils erfordert etwa zehn Facharbeiter und nimmt zwölf bis fünfzehn Tage in Anspruch. Glasuren sind das Ergebnis chemischer Reaktionen, die den Grundkörper (Biskuit aus einmal gebranntem Ton) abdecken und farblich veredeln. Diese Reaktionen bringen zwangsläufig Phänomene wie Rissbildung, Stippenbildung und Schattierungen mit sich. Diese mindern aber in keiner Weise die Qualität sondern werden im Gegenteil als Besonderheiten betrachtet, die jedes Keramikteil als Unikat erscheinen lassen.